Die bei archäologischen Ausgrabungen zum Einsatz kommenden Werkzeuge sind vielfältig. Für gröbere Arbeiten werden Schaufeln und Hämmer verwendet, bevor die Archäologen unter Verwendung feinerer Werkzeuge wie Spitzkelle, Spatel und Pinsel die Funde akribisch freilegen. Neben den eigentlichen Grabungswerkzeugen gibt es Hilfsmittel für die Schattenspende, die Dokumentation, sowie die Aufbewahrung von Fundstücken. Auf Online-Shops wie www.archtools.eu oder www.praehistorika-archäologenbedarf.de/ können Archäologen ihren Arbeitsbedarf bestellen. Diese Seiten geben auch einen Einblick in die vielfältigen Werkzeuge, die in den archäologischen Stätten dieser Welt eingesetzt werden.

Werkzeuge

  • tools that are used during excavationsKelle (auch Truffel oder Traufel genannt): Die Kelle ist ein sehr persönliches Spezialwerkzeug von Archäologen und wird nicht gerne aus der Hand gegeben. Dabei lassen sich mehrere Ausführungen unterscheiden:
  • Spitzkellen: Sie hat ein rautenförmiges, beidkantig scharf geschliffenes, zwischen 1 und 2 mm dickes Blatt und ist 8-13 cm lang. Es gibt die englische Kelle oder WHS-Kelle mit leicht gerundeten Seiten und Spitze, die Italieniche Kelle mit leicht gerundeter Spitze und die Amerikanische Kelle mit leicht konvex gebogenen Längskanten.
  • Rundkelle (oder Stukkateurkelle): Sie hat eine u-förmige Grundform und ist beliebt bei unerfahrenen Grabungshelfern zur Anlage von Plana und Profilen.
  • Zungenkelle: Sie weist eine abgerundete Form mit scharf geschliffenen Seiten auf und eignet sich zur Anlage von Plana und Profilen in sandigen Böden. Sie ist etwa 16 cm lang.
  • Winkelkratzer: Er hat eine s-förmige Klinge. Eine Schneide ist glatt geschliffen während die andere mit Sägezähnen versehen ist. Winkelkratzer eignen sich für Arbeiten mit Mauern und Fundamenten.
  • Hammer: Fäustel, Pickhammer, Schürfhammer, Steinmeissel sind zum groben Behauen, Spalten und Bearbeiten von Gestein geeignet.
  • Handfeger, Rundpinsel und Borstenpinsel: sie werden zur Entfernungen von Staub und Sand eingesetzt.
  • Handschaufeln
  • Scheren und Sägen
  • Spatel: Sie eignen sich für die Feinarbeit beim Freilegen von Funden.
  • Stechbohrer: Sie werden zur Bodenprobeentnahme eingesetzt.
  • Abzieher: Sie eignen sich zum Begradigen von Plana und Profilen, vor allem in sandigen Böden.
  • Drucksprühgerät: Diese können mit 10-30%-igen Laugen und Säuren befüllt werden.

Sonstige Hilfsmittel

  • Fundtüten und -dosen
  • Gliedermaßstab
  • Feldschirme
  • Grabungstagebücher
  • Zeichen-Transportrollen
  • Senklot, Lotschnur und Lotdraht
  • Wasserwaagen